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You gotta fight

am .

vs.

ORB

vs.

Harter Hockey Club

6:2 (3:0; 2:1; 1:1)

Tore ORB: Gabriel A. (2), Weber (2), Zehenthofer, Hadzihasanovic

 Offizieller Spielbericht der NHL Graz

Der Blick auf die Tabelle zeigt, es ist eine ziemlich "enge Kiste" in der Gruppe F. Die Entscheidung, wer sich für das obere Playoff qualifiziert bzw. wer gegen den Abstieg spielen wird, ist noch nicht gefallen. Lediglich eines ist klar, die Old Red Bulls haben mit dieser Entscheidung nur noch indirekt zu tun und müssen versuchen, noch einige Bonuspunkte für den Abstiegskampf zu ergattern. Im letzten Spiel gegen die Timberwolves ist dieses Unterfangen komplett schief gegangen. Gegen den Harter Hockey Club kam es daher zu einigen Umstellungen: zwei Sturmlinien wurden durchgemischt und es konnte auch eine dritte Linie aufgeboten werden.

Den Akteuren waren die Abschlussworte nach dem letzten Spiel und vor allem auch die Situation offensichtlich bewußt, denn die Mannschaft, die sich bereits in den ersten Minuten dieses Sonntag Nachmittags zeigte, erinnerte keineswegs an ein Kaffeekränzchen, sondern war bis in die Haarspitzen motiviert. Die Message war klar: heute wird gekämpft! Die Umstellung der Linien zeigte zum kämpferischen Aspekt ebenfalls Wirkung, denn sowohl die erste als auch die zweite Linie konnten von Beginn an spielerische Akzente setzen. Der Einsatz und die Spielfreude wurden in der 9. Minute erstmals belohnt, als Christoph Gabriel nach Assist von Kurt Ninaus nach dem 1:0 jubelnd abdrehte. Aufgestachelt vom Führungstreffer spielten die Bullen weiter munter in Richtung Tor der Harter und setzten diese gehörig unter Druck. Bisweilen konnten sich die Mannen nur durch unlautere Mittel behelfen: in der 15. Spielminute erhöhte Amar Hadzihasanovic nach dem Pass von Michi Trifterer im Powerplay auf 2:0. Nach langer Zeit war wieder ein gewisses Anzeichen eines Lächelns in den Gesichtern der Betreuer und der Spieler auf der Bank zu sehen. Bereits eine Minute später verwandelten sich die Mienen in ein breites Grinsen: abermals gab Michael Trifterer den Pass und Toni Weber vollstreckte zum 3:0!

Ein Drei-Tore-Vorsprung war ein richtig gutes Gefühl und die Bullen wollten mehr. Speziell Toni hatte Blut geleckt und steigerte sich in einen wahren Spielrausch. In der 22. Spielminute netzte er nach Zuspiel von Walter Zehenthofer zum zweiten Mal an diesem Nachmittag und erhöhte sogar auf 4:0 für die Sankt Josefer. Nun musste etwas auf die Euphoriebremse gedrückt werden, denn es gesellte sich schon so etwas wie Übermut zur Spielfreude. In der 28. Minute musste der heute glänzend disponierte Erwin Graf dann auch den ersten Treffer der Harter zulassen, die Antwort der Bullen ließ allerdings nicht lange auf sich warten: knapp vier Minuten später tat Walter Zehenthofer das, was in den letzten Spielen vermisst wurde: er schlenzte den Puck von der blauen Linie Richtung Tor. Da auch die Stürmer gute Arbeit leisteten und für Verkehr vor dem Tor und somit wenig Sicht für den Goalie sorgten, hieß es nach 31:10 Minuten 5:1 für die Bullen - an diesem Nachmittag ging plötzlich nahezu alles auf!

Mit einem beruhigenden Vorsprung konnten die Bullen nun in das letzte Drittel gehen. Es sollte konsequent weiter gespielt werden und das Ergebnis sollte verwaltet werden. Nach dem bisherigen Spielverlauf hatten vermutlich nicht einmal mehr die Harter das Gefühl, dass dieses Match noch kippen sollte. Daran änderte auch der zweite Treffer des HHC in der 44. Minute nicht viel. Die Sankt Josefer agierten weiterhin souverän und spielten die Partie trocken herunter. Die Harter wollten sich mit der klaren Niederlage nicht so recht anfreunden, konnten spielerisch allerdings nichts entgegensetzen. Stattdessen entwickelten sich einige Scharmützel und die Betreuer der Bullen mussten so einige beruhigende Worte auf der Bank aussprechen, um die Gemüter wieder in Gleichklang zu bringen. In den letzten 9 Minuten kassierten die Bullen dennoch einige Strafen: die Palette reichte vom obligatorischen Stockschlag über eine "anvisierte Hilfestellung" bei einem Salto Mortale bis hin zu einer "netten Unterredung". Da auch die Harter dem einen oder anderen Tänzchen nicht abgneigt waren, gab es in den letzten Sekunden der Partie noch einmal Powerplay für die Bullen: dieses nutzte Walter für den klugen Pass zu einem seiner Schwager und Christoph Gabriel machte das halbe Durtzend zum Endstand von 6:2 voll.

 

Fazit: Endlich gelang den Bullen so etwas wie ein Befreiungsschlag. Die Mannschaft zeigte die richtige Reaktion auf das letzte Spiel. Die Linienumstellung scheint dem Spiel der Bullen overall auch gut getan zu haben. Statt zu viel Dipsy Doodle gabe es schöne Kombinationen und vor allem auch Tore. Mit einer ähnlich ambitionierten Leistung sollten im letzten Spiel des Grunddurchganges noch zwei Punkte möglich sein. Die Erzherzog Johann Panthers sind fix mit uns im unteren Playoff und diese Punkte nimmt man mit Sicherheit mit. Wer der dritte im Bunde ist wird sich noch zeigen, die Bullen konzentrieren sich jetzt aber auf das nächste Spiel, wenn es wieder heißt:

"Spü ma unser Spü, mia san rot und hobt's Spaß"

Next Game:  ORB vs. Timberwolves am  Donnerstag, 05. Februar 2015 um 18:00 Uhr im Eisstadion Hart

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